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Wer lebt den Wandel? Die kulturell Kreativen, der LOHAS-Markt und die Rettung der Welt
von Johannes Heimrath
Kann die Welt gerettet werden? Die Hoffnungen aller Gutmenschen richten sich auf einen Trend, den der Zeitgeist anzukündigen scheint: den Wandel. Der Impuls für den Wandel kommt aus der Zivilgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger auf allen Kontinenten ermächtigen sich selbst und gegenseitig, ihr unmittelbares Umfeld aktiv zu gestalten, und zwar gründlicher und umfassender als zu Zeiten der Bürgerinitiativen. Denn es geht mehr und mehr ums Ganze und das scheint mehr und mehr Menschen bewusst zu werden.
Dieser Trend hat ein soziologisches Phänomen hervorgebracht, das in den USA Mitte der 90er-Jahre entdeckt und benannt wurde und inzwischen auch in Europa Aufmerksamkeit erweckt: die sogenannten kulturell Kreativen. Dabei wird Kreativität nicht im Sinn von musikalisch, künstlerisch etc. verstanden. „Kulturkreativ“ bedeutet, auf die gesellschaftlichen Herausforderungen in sämtlichen Gebieten aktiv und schöpferisch zu antworten und somit eine neue Kultur zu schaffen. Das geht auch weit über die „kreative Klasse“ von Richard Florida hinaus, der den „Kreativen“ in der Ökonomie eine Hausse voraussagt.
Gemeinsame Kennzeichen dieser neuen Bevölkerungsschicht sind unter anderem:
- Interesse an Selbstverwirklichung,
- Wertschätzung von Beziehungen,
- eine ökologische Lebensweise und
- engagierte Anteilnahme an der Welt,
- Offenheit für fremde Kulturen und neue Ideen sowie
- für die Transformation der Geschlechterrollen. Hinzu kommt ein
- Bemühen um eine reflektierte Spiritualität.
- Abgelehnt werden unter anderem
- die Intoleranz der religiösen Rechten,
- der gedankenlose Hedonismus der kommerziellen Medien und
- die skrupellose Umweltzerstörung im Namen des Big Business.
Den gesamten Artikel können Sie Downloaden
Artikel für den „Spirituellen Taschenkalender“ 2007, Hsg. Wolfgang Bartolain / www.verlag-hierundjetzt.de
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